 |
 |
 |
|
 |
|
|
 |
|
 |
|
|
|
Kunstwerke aus Natur-Materialien
AUSSTELLUNG Bei „Nadel & Blatt” zeigen Pauline Adler und Gabriele Volz im Schloss-Café ihre Arbeiten.
REGENSTAUF. Die Ausstellungseröffnung „Nadel & Blatt” der Schwestern Pauline Adler und Gabriele Volz im Café am Schlossberg stieß auf große Aufmerksamkeit. Lisa Hartl-Schmucker, die Inhaberin des Schloss-Cafés, begrüßte die Gäste. Im dritten Herbst am Schlossberg werde auch die dritte Ausstellung eröffnet, sagte sie. Martin Eicher stellte die Ausstellung aus der Sicht eines Biologen vor.
Die beiden Künstlerinnen haben aus einem Wegwerf-Produkt der Natur etwas Neues geschaffen. Sie haben die Piniennadeln, die Lieschblätter in einen anderen Zustand transformiert. „Plötzlich lässt sich die Natur anders wahrnehmen, sie lässt sich lesen mit Emotion und Bauchgefühl.” Er wünsche sich, dass die Besucher der Ausstellung, wenn sie in Zukunft in der freien Natur sind, ein neues, erweitertes Bild mit hinausnehmen.
„Alles was die Natur verschwenderisch fallen lässt, hebe ich mit Vorliebe auf. Inspiration für meine Arbeiten sind einfache Materialien, meist organische, welche in großen Mengen zu finden sind”, erzählt Pauline Adler. So entstehen „Reisetagebücher” aus Draht und Piniennadeln, mit Draht gestrickte Blätter, Masche für Masche, jeden Tag eine Spule Draht, eine Seite, an dem selben Platz, versunken im Tun, ohne Ablenkung, konzentrierte Stille am Meer.
Ein anderes Objekt nenntsie „DieZeit”. Hier verbinden sich acht Tage zu vier Bilder mit den Nadeln der Pinie. Die Piniennadeln fallen wie Buchstaben über die Drahtblätter, verheddern sich, purzeln wild durcheinander, verzahnen die Tage, rollen die Blätter auf, stacheln die Gedanken an und formieren sich zu einer ästhetischen Fläche, beschreibt Pauline Adler ihr Werk.
Gabriele Volz widmet sich dem Blatt und hier besonders den „Lieschblättern”, der Maispflanzen. Von der Natur tausendfach hervorgebracht sind die Lieschblätter nur Schutz oder Hülle für die Maiskolben, erzählt sie. Herausgelöst aus ihrem natürlichen Zusammenhang und in Einzelstellung gebracht, entfalten sie eine völlig neue Dynamik. „In Verbindung mit den Maisfasern bekommen sie eine figürliche Wirkung, die nicht nur scheinbar statisch bleibt, sondern in eine tänzerische Bewegung kommt”, charakterisiert Gabriele Volz ihre Objekte.
Kerzenlicht und dezente Beleuchtung ließen die filigranen Naturobjekte besonders zur Geltung kommen. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte Heinz Grobmeier. (lgs)
(Mittelbayerische Zeitung, 08.11.2011)
|
|
Die beiden Künstlerinnen (von links) Gabriele Volz und Pauline Adler mit Martin Eicher
Foto: Geipel
|
|
 |
|
|
|
Strahlende Filzarbeiten durchbrechen das Grau
Das Café am Schlossberg wurde zur Filzoase. Viel Zustimmung für erste Ausstellung der Künstlerin Karin Miethaner.
Von Petra Schmid, MZ
REGENSTAUF. Die Ausstellungseröffnung „Das Grau durchbrechen“ lockte mehr Gäste in das Café am Schlossberg, als frei Plätze angeboten werden konnten. Die Filzkünstlerin Karin Miethaner traf mit ihren farbenprächtigen und lebendigen Kunstobjekten genau das Bedürfnis nach Farbe in der tristen Novemberanfangszeit.
Das Café war in eine stimmungsvolle, warme Kerzendekoration gehüllt, der perfekte Rahmen für die Filzkunstwerke. Eine leuchtende Farbspirale und ein Farbkreis bestachen ebenso wie die Schaffensreihe „Grau durchbrechen“. Die Farben quellen hierbei förmlich aus dem grauen Hintergrund. Schalen, Blätter und die schwebenden Kieselsteine sorgten für Furore.
Anke Jaeger, eine Freundin der Künstlerin, eröffnete die Ausstellung. „Dies ist eine besondere Ausstellung“, sagte sie, „da es die erste von Karin Miethaner ist, ein wichtiges und besonderes Erlebnis.“ Jaeger gab einen kurzen Einblick in den Lebens vielmehr „Filzweg“ der Künstlerin.
(Mittelbayerische Zeitung, 07.11.2010)
|
|
Bürgermeister Siegfried Böhringer mit der Künstlerin Karin Miethaner.
Foto: Schmid
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
Schlossberg aus seinem Dornröschenschlaf geküsst
Mit dem neuen Café-Restaurant wird der Regenstaufer Hausberg wieder zum Ausflugsziel für Familien, die gerne in der Natur verweilen.
Von Sabine Norgall, MZ
Regenstauf. Eine große Portion Zuversicht und Liebe, das sind zumindest in Märchen immer die Hauptzutaten, die es zu einem glücklichen Gelingen braucht. Wer jetzt zum Café-Restaurant »Am Schloßberg« kommt, hat schon beim ersten flüchtigen Blick den Eindruck, dass es der Großfamilie rund um Lisa Hartl-Schmucker gelungen ist, den Schloßberg mit viel Erfahrung und Liebe aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken.
Jedes der kleinen Blumensträußchen auf den Tischen vermittelt den Eindruck, als wurden sie am Morgen erst im eigenen Garten gepflückt keine imponierende Blütenpracht, eher ein liebvoller Gruß an den Gast. Kreative Blumenkästen verraten ebenso die Gartenliebhaberin wie der prächtige Pfingstrosenstrauß in der Gaststätte oder der gelbe Felberich, den Lisa Hartl-Schmucker in einer Blechkanne arrangierte.
Im Inneren der Schloßberggaststätte möchte man sich ob der Veränderung verwundert die Augen reiben. Es ist nicht die Fülle der Einrichtung, die hier beeindruckt, eher deren Schlichtheit. Ein buntes Durcheinander, dass sich zu einer Einheit ergänzt, persönliche Vorlieben verrät fast wie im heimischen Wohnzimmer.
Lisa Hartl-Schmucker lächelt, wenn die Gäste ob der geschickten gestalterischen Hand staunen. Sie ist überraschte Kommentare gewohnt. Auch die Regenstaufer zeigten sich gleich nach der Eröffnung begeistert: »Endlich bekommt der Schloßberg wieder den Stellenwert, der ihm zukommt.«
Für Lisa Hartl-Schmucker sind die Gaststätte auf dem Schloßberg und die Natur, die sie umgibt, eins. Nicht umsonst bittet sie ihre Gäste mit einem handgeschriebenen Schild nicht bis zur Gaststätte hoch zu fahren, sondern den Parkplatz am Kriegerdenkmal zu nutzen. Oben auf dem Berg hat sie ein stilles Refugium geschaffen, wo Eltern auch ihre Kinder spielen lassen können, ohne ständig auf an- oder abfahrende Autos achten zu müssen.
Zusammen mit ihren Töchtern Lucia, Franziska und Theresia betreibt Lisa Hartl-Schmucker das Café-Restaurant. Unterstützung bekommen sie von ihren Männern. Tochter Theresia ist als Hotelfachfrau die einzige »Fachfrau« im Team. Aber die Fähigkeiten der anderen Familienmitglieder sind so vielfältig, dass es dem Familienunternehmen an nichts fehlt.
Natürlich, räumt Lisa Hartl-Schmucker ein, habe es sich die Familie gut überlegt, ob sie einen Neuanfang am Schloßberg wolle. Die aktuelle wirtschaftliche Lage habe aber dabei keine Rolle gespielt: »Die Leute überlegen gezielt, ob sie weggehen und Geld ausgeben. Wenn sie sich willkommen fühlen, kommen sie wieder. Ärgerlich werden sie nur, wenn sie Geld für etwas ausgeben, was keine Freude macht.«
Geboten werden den Gästen selbst gemachte Marmeladen, Brotaufstriche, der Holundersirup, der jetzt gerade angesetzt wird oder auch der Schweinebraten von Bioschweinen. Man setzt auf besondere Geschmackserlebnisse.
An eines allerdings werden sich die Regenstaufer gewöhnen müssen. An Feiertagen ist »Am Schloßberg« um 18 Uhr Schluss. Um 20 Uhr will die Familie selbst beim Essen zusammensitzen und Kraft tanken damit es den Gästen bei ihrem Besuch am nächsten Tag wieder ein kleines Stückchen so vorkommt, als würden sie nach Hause kommen.
(Mittelbayerische Zeitung, 09.06.2009)
|
 |

Die Frühstücksvariationen sind bei den Stammgästen der Wirtsfamilie sehr beliebt. Kaum war das Café-Restaurant am Schloßberg eröffnet, fühlten sich die Gäste gleich wieder »wie zu Hause«.

Lisa Hartl-Schmucker ist die Seele »Am Schlossberg«. Hier gießt sie ihre essbaren Blumen. Denn ohne Blumengruß verlässt kein Teller die Küche.
Fotos: Norgall
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
 |